Foto Weinrebe

Müller-Thurgau

Diese weiße Rebsorte wurde 1882 in der Forschungsanstalt Geisenheim von dem Schweizer Hermann Müller gezüchtet, der aus dem Schweizer Kanton Thurgau stammte. Müller-Thurgau ist heute auch unter dem Namen Rivaner bekannt.

Anbau

Da diese Rebe recht geringe Ansprüche an den Standort und das Klima hat, gehört sie zu einer der erfolgreichsten Züchtungen und wird weltweit auf einer Fläche von 42.000 Hektar angebaut. In Deutschland wächst er auf einer Fläche von insgesamt 14.000 Hektar. Am liebsten mag sie nicht zu trockene und tiefgründige Böden. Die Reben beginnen ab Mitte September zu reifen und die Ertragsmengen sind hoch.

Charakter

In sieben von insgesamt 13 Weinanbaugebieten zählt die Traube zu den Classic-Rebsorten, wobei sich in Rheinhessen die größten Flächen befinden. Dieser Wein wird gern getrunken. Dies hat seine Erklärung darin, dass er auch für Menschen, die sich wenig mit Wein auskennen, leicht zugänglich ist. Der Wein hat einen frischen, harmonischen Charakter, weist meistens feinfruchtige und süffige Aromen auf und zählt zu den trockenen Weinen. Müller-Thurgau sollte nicht zu lange gelagert werden. In den ersten Jahren schmeckt er am besten und eignet sich als Begleiter zu vielen aromatischen Speisen.