Portugieser Rotwein und Portugieser Weißherbst
Der Portugieser ist die am verbreitesten Rotweinrebe in Rheinhessen. Bis in die 80er Jahre hinein galt sie als die wichtigste Rotweinsorte in der Region.
Man sagt, dass die Reben 1772 von der portugiesischen Stadt Porto nach Bad Vöslau in Österreich gelangten und von dort ihre Verbreitung gefunden haben. Die alte Rebsorte gelangte von Österreich aus an die Donau und nach Deutschland, vor allem nach Rheinhessen. In Portugal selbst ist die Traube interessanterweise gänzlich unbekannt.
Anbau
Der Portugieser wächst auf vielen Böden, es sei denn sie sind feucht und schwer oder die Lage würde starken Winterfrost mit sich bringen. Er treibt früh mit einem hohen Grad an Zuverlässigkeit aus und kann bereits Anfang September gelesen werden. Schon im darauffolgenden Jahr ist er sehr gut trinkbar.
Charakter
Die Sorte gehört zu den leichten Rotweinen. Mit ihrer rubinroten Farbe passt der Wein leicht gekühlt hervorragend zu Pasta, Lamm, Wild und verschiedenen Käsesorten. Seine frische Säure und sein geringer Alkoholgehalt machen ihn zu einem bekömmlichem Wein zu gutem Essen und in geselliger Runde.
Als Rosé ausgebaut ist er als Weißherbst gut gekühlt ein herrlicher Sommerwein. Dieser Rosé wird gewonnen, indem die roten Trauben des Portugieser direkt gekeltert werden.