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Silvaner

Dieser Wein gehört zu den weißen Rebsorten und gelangte im 17. Jahrhundert aus dem südosteuropäischen Raum – vermutlich Rumänien - nach Deutschland. Anfang des 19. Jahrhunderts verbreitet er sich stetig und verdrängte andere Sorten, die minderwertiger waren. Bis zur Mitte das 20. Jahrhunderts galt er als die wichtigste deutsche Rebsorte und hatte einen erheblichen Marktanteil. Bis in die 1970er Jahre hatte er noch einen Flächenanteil von etwa 30 Prozent und sank dann stetig zugunsten anderer Rebsorten. Mittlerweile beträgt der Flächenanteil lediglich fünf Prozent und wird überwiegend in Franken, der Pfalz und vor allem in Rheinhessen angebaut, wo er eine Renaissance erlebt.

Anbau

Der „Rheinhessen Silvaner“ wird heute auf ca. 2.500 Hektar Fläche angebaut. Die Rebsorte hat recht hohe Ansprüche an den Boden. Er ist auf trockenem, steinigem Boden nur schwer zu kultivieren und verträgt keinen Winterfrost. Der Silvaner kann hohe Erträge liefern, jedoch entfaltet er seine besondere Qualität bei einer Ertragsreduzierung und ergibt dann hohe Prädikatsweine.

Charakter

Silvaner ein neutraler Wein mit einer milden Säure. In der Farbe ist er relativ hell und hat einen dezenten Duft sowie einen mittleren Körper. Oft bezeichnet man ihn als vollmundig, saftig oder wuchtig. Diese Rebsorte aus Rheinhessen eignet sich ganz besonders zum Spargel, aber auch zu kräftiger Regionalküche.